Wasserkraft
In Zeiten heftiger Diskussionen um Klimawandel, alternative und erneuerbare Energien und der unumstößlich feststehenden Tatsache, dass ein rasches Umdenken hinsichtlich des Zusammenhanges zwischen Energie und Umwelt von Nöten ist, rücken die natürlichen Energieressourcen unseres Planeten immer mehr in den Vordergrund.
Eine davon ist die Wasserkraft, die übrigens schon sehr lange Zeit technisch genutzt wird. Wasserräder für Bewässerungssysteme oder Mühlen sind die typischen Beispiele dafür, wie sich der Mensch schon frühzeitig die Strömungsenergie der Wasserkraft zu Nutze gemacht hat. Das Prinzip ist denkbar einfach. Ein Wasserstrom oder Wasserfall, meist künstlich hervorgerufen, wird über eine Vorrichtung (heute moderne und hochleistungsfähige Turbinen) geleitet, die das Strömungs- oder Fallpotential der Wasserkraft in mechanische Energie umsetzt.
Die kann dann je nach Bedarf eingesetzt werden. Zum direkten Antrieb von Maschinen, wie bei den Mühlen, oder sie wird über Generatoren geleitet, die elektrischen Strom erzeugen, wie bei den Wasserkraftwerken. Zu diesem Zweck werden Flüsse gestaut und der Höhenunterschied zwischen dem Niveau des Stausees und Fluss genutzt, um mit der Energie des abfließenden Wassers Turbinen anzutreiben. Andere Anwendungsmöglichkeiten der Wasserkraft sind Gezeiten- oder Strömungskraftwerke, die den Tidehub bei Ebbe und Flut oder die Meeresströmungen ausnutzen.
Die Vorteile dieser Art der Energiegewinnung liegen auf der Hand. Die Wassermassen der Erde befinden sich in einem geschlossenen Kreislauf und stehen so auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung. Es kommt zu keinem CO2 – Ausstoß, Stauanlagen tragen zum Hochwasserschutz bei und die Flüsse sind besser schiffbar. Darüber hinaus kann Wasserkaft auch zur täglichen Mundhygiene genutzt werden (Zitat: www.elektrischezahnbuerste.com)
Trotzdem ist die Anwendung der Wasserkraft nicht gänzlich unumstritten. Vor allem Naturschützer mahnen die gewaltigen Veränderungen an, die teilweise mit dem Bau und der Betreibung solcher Anlagen in Verbindung stehen. Durch das Überfluten der benötigten Flächen kommt es zu drastischen Eingriffen in die Lebensräume sowohl der Menschen als auch der Tiere und Pflanzen. Orte müssen geräumt werden, ganze Biotope werden vernichtet, Fische in den Flüssen oder Meeren an ihren Wanderungen gehindert. Besonders im Brennpunkt der Diskussion ist der Vier- Schluchten- Staudamm in China, das bislang gigantischste Vorhaben dieser Art.
Auch in punkto Wasserkraft wird es darauf ankommen, das richtige Maß zwischen Nutzen und Schaden zu finden.